Fujitsu Stylistic M532: Testbericht zum neuen Android-Tablet

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Vor rund drei Wochen erhielt ich von Fujitsu neue Hardware zum Testen – das Fujitsu STYLISTIC M532. Ein neues Android-Tablet von den Japanern, welches mit Android 4.0 ausgeliefert wird. Nun durfte ich das Gerät testen und möchte euch meine Ergebnisse mitteilen.

Die Spezifikationen klingen sehr gut und so könnt ihr ein Unboxing und meine ersten Eindrücke hier nachlesen und anschauen. Zum Überblick nochmal die Spezifikationen:

Chipsatz NVIDIA® Tegra® 3
Prozessor NVIDIA® Tegra® 3 T30S, Quad-Core ARM Cortex A9, 1,4 GHz
Schnittstellen 1 x DC-Eingang
1 x Audio: Eingang/Ausgang
1 x Audio: Line-Ausgang/Kopfhörer
1 (Digital) x Interne Mikrofone
1 x Micro USB 2.0
1 x USB 2.0 gesamt
1 x Docking-Anschluss für Port-Replikator
1 x SIM-Kartensteckplatz ( )
1 x Speicherkarten-Steckplätze
Display 25,7 cm (10,1 Zoll), TFT, (WXGA), 1280 x 800 Pixel, 800:1, max. 550 cd/m²
Kamera Frontkamera mit 2.0 Megapixel, hintere Kamera mit 8.0 Megapixel mit Autofokus und Blitz
Gewicht 560 g
Maße (B x T x H) 262,6 x 175,4 x 8,6
Audiofunktionen 2 x eingebaute Lautsprecher (Stereo), Integriertes digitales Mikrofon
Antennen 1 x Dual-Band-WLAN, 2 x UMTS, 1 x GPS

Ich habe das Tablet nun für drei Wochen genutzt und dabei meine Erfahrungen gesammelt, die ich nun wiedergeben möchte. Die Videos sind aufgrund der Internationalität des LIFEBOOK4Life-Projekts auf Englisch gehalten – ich hoffe, ihr verzeiht mir das. Wenn jemand Probleme mit der Sprache hat, wäre ein Hinweis nett, dann werde ich mich nochmal ransetzen und Untertitel zu den Videos machen.

Das Gerät / Design

Bevor wir gleich ins technische abtauchen, ist es doch sinnvoll, auch mal auf die Außenschale zu schauen. Gerade bei Tablets wird Ästhetik immer wichtiger. Dazu gehört auch gute Haptik und einfach ein bisschen was nettes fürs Auge. Darunter leidet zwar immer die Ergonomie, aber dies ist bei Tablets sowieso eine andere Sache.

Von der Optik her gefällt mir das Tablet ziemlich gut. Wie bereits im ersten Artikel geschrieben, überzeugt die Dünnheit des Tablets und die klare Abtrennung von Vorder- und Rückseite. Unterstützt wird dies durch einen sehr schicken roten Rahmen, der hervorsticht:

Das Fujitsu-Logo ist gut platziert. Man erkennt schnell, dass ein Fujitsu-Tablet ist, stören tut es aber nicht. Unter dem Logo befindet sich der Docking-Anschluss:

Auch die Rückseite aus Magnesium fühlt sich gut an und sieht schick aus:

Die Anschlüsse sind standardmäßig platziert. Auf der rechten Seite befinden sich der Slot für die SIM- und microSD-Karte. Geschützt sind sie durch eine Klappe:

Direkt daneben befinden sich der microUSB-Anschluss (darüber kann nicht aufgeladen werden) und die Lautstärkeregler:

Bewegt man sich weiter am Rahmen entlang, findet man oben an der rechten Seite der oberen Kante den Power-Button sowie den Anschluss für die Kopfhörer.

Ansonsten gibt es noch unten den Dock-Anschluss. Hier wird auch das Ladekabel reingesteckt:

Meiner Meinung nach ist alles gut platziert. Mich stört jedoch die Tatsache, dass man das Gerät nur per Dock-Anschluss laden kann. Das ist leider gegen den momentanen Trend, dass man mit seinem microUSB-Ladegerät alle seine Geräte laden kann.

Die Android-Buttons (Home, Zurück und Menü) sind auf das Display gewandert und nicht mehr in Hardwareform verfügbar. Man gewöhnt sich schnell daran, ob es einem gefällt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe kein Problem damit. Das Fehlen der physischen Home-Taste ermöglich es zudem, das Tablet in der Mitte mit einer Hand festzuhalten, ohne aus Versehen auf einen Button oder sonst etwas zu kommen.

Das Gerät selbst ist sehr leicht und kann problemlos in einer Hand gehalten werden. Dies liegt leider vor allem daran, dass der Akku mit 3170 mAh eher unten anzusiedeln ist und daher nicht viel Gewicht einnimmt.

Das Display ist leider nur ein TFT-Display, welches natürlich gegenüber AMOLED & Co. wenig Chancen hat. Zudem habe ich mit TFT-Displays in dunklen Umgebungen das Problem, dass sie flimmern. Laut Fujitsu soll das aber beim M532 nicht vorkommen, sodass eventuell meine Einheit einen Defekt haben könnte. Das Flimmern war nicht sehr störend und bei voller Helligkeit dann auch nicht sichtbar. Die Auflösung von 1280 x 800 Pixel ist völlig in Ordnung.

System und vorinstallierte Apps

Als System kommt wie bereits erwähnt Android Ice Cream Sandwich 4.0 zum Einsatz. Vorinstalliert sind zudem einige Business Apps: ThinkFree Office, Citrix Receiver, iTap mobile und VMware View. Zur Sicherheit ist Norton Tablet Security vorinstalliert, wofür eine 12-Monats Lizenz mitgeliefert wird. Außerdem ist noch der ES File Explorer und PowerDVD mobile vorhanden. Das Android-System ist kaum angepasst. Ein Custom-Lockscreen und ein Hintergrundbild und der Rest sieht nach normalen Android aus.

Ich persönlich finde das eine sehr gute Idee von Fujitsu. Die Apps sind für Business-Kunden sicherlich gut zu nutzen (mein Firmen-Netzwerk kam mit dem Citrix Receiver irgendwie nicht klar), jedoch stört mich Norton ein bisschen, da ich persönlich solche Apps als Akkufresse und Performance-Bremsen sehe.

Die Gesamtperformance ist sehr gut. Es gab in den ersten Tagen wenige Lags, die sind aber inzwischen verschwunden sind. Die Hardware unter der Haube ermöglicht dabei den Konsum von multimedialen Inhalten. So können Full HD Videos problemlos abgespielt werden:

Auch mit aktuellen Tegra 3-Spielen kommt das Tablet klar:

Die Kamera

Achja, die Kamera. Ein ganz interessantes Thema bei Smartphones, bei Tablets meiner Meinung nach nicht so, aber ich möchte sie trotzdem beleuchten. Auf der Rückseite ist die Kamera immerhin 8 Megapixel stark, während die Linse vorne 1.3 Megapixel liefert. Die Fotos sind jedoch meiner Meinung nach wenig brauchbar. Die Linse ist eindeutig zu klein, weshalb man für Fotos nicht auf das Tablet setzen sollte.

Ein kleiner Vergleich. Bitte klickt immer auf den Link “Original” über dem Foto, damit ihr das Bild in voller Größe und unverändert anschauen könnt!

Mit dem Fujitsu STYLISTIC M532 (Original):

Mit dem Samsung Galaxy S2 (8 Megapixel – Original):

Mit der Sony Cybershot DSC P200 (7.2 Megapixel – Original):

Noch einen Vergleich möchte ich abliefern. Das Abfotografieren einer Blume mit der normalen Kamera im Autofokus-Modus, im Makro-Modus und mit der Frontkamera. Auch hier verlinkt “Original” wieder auf das originale Foto ohne Konvertierung.

Mit der Rückkamera geschossen (Original):

Mit der Rückkamera im Makro-Modus geschossen (Original):

Mit der Frontkamera geschossen (Original):

Weitere Fotos, die mit dem Fujitsu STYLISTIC M532 geschossen wurde, können in diesem flickr-Album angeschaut werden.

Die Videokamera ist auch nur für Videos ohne großen Wert gedacht. Sie liefert bei Full HD halbwegs vernünftige Bilder ab, für wichtige Zwecke würde ich jedoch weiterhin auf einen Camcorder setzen:

Insgesamt ist die Kamera eher durchschnittlich. Für ein Tablet wahrscheinlich ausreichend, aber da würde ich bei Schnappschüssen trotzdem lieber zur Digicam oder zu meinem Smartphone greifen.

Die Nutzung im Alltag / Fazit

Das Wichtigste ist ja eigentlich die simple Frage: Ist das Tablet alltags-tauglich? Klar, alltags-tauglich ist alles irgendwie, aber kann man es gut in den Workflow einbinden? Wofür kann man es noch nutzen und wie hat es sich bei mir im Alltag etabliert?

Ich hatte es zwar nur für drei Wochen, aber jeden Tag dabei. Dank SIM-Slot kann ich mobil ins Internet gehen und Nachrichten lesen, Mails empfangen, Twitter-Aktivitäten durchführen und einfach mal im Netz surfen. Sofern das Firmennetzwerk es unterstützt, kann man dank der Business-Apps sogar ins Firmennetz und so mobil so einiges pflegen. Das Tablet ist wie gesagt sehr leicht und kann so gut im Messenger oder Rucksack verstaut werden. Lediglich der Akku zwingt einen dazu, bei intensiver Nutzung nach einem Tag das Tablet wieder aufzuladen. Ist man unterwegs, muss man das mitgelieferte Kabel mitnehmen, da eine Aufladung via microUSB nicht möglich ist.

Insgesamt gefällt mir das Tablet jedoch. Es ist handlich, macht einen sehr soliden Eindruck, weist eine gute Verarbeitung auf und wird durch Fujitsu gepflegt. In den drei Wochen, in denen ich das Gerät hatte, gab es bereits ein erstes Update. Der Preis von 550€ deckt dabei eine gute Hardware ab und so kann ich Tablet-Suchenden empfehlen, sich das Tablet näher anzuschauen!

2 Kommentare

  1. Anschlüsse und Design gefallen mir. Allerdings nervt mich Android in letzter Zeit, obwohl ich auch Android habe, noch! Habe auf der IFA die i7 Win8 Tablets in der Hand gehabt – genial.

  2. Hallo. Meine Erfahrung:

    Das erste M532 war mit Flecken auf dem Monitor, hat getauscht. Auf dem zweiten M532 die Flecke waren noch grösser und 1 Lautsprecher arbeitete nicht. Hat zurückgegeben. Das Geld zurück.

    Bildschirm flickert.

    Fujitsu Tablet PC? Nie wieder!

    (gekauft in notebookbiliger.de in München)

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